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Wellenreiter in Schwarz, Volume 2
Disc 1
01. Salome
02. Im Innern einer Frau
03. Träume
04. Nacht ohne Hoffnung
05. Sein Lächeln
06. Die Geschichte
07. Ich und die Wirklichkeit
08. Entfesselt
09. Arbeit adelt
10. Wissen, was die Menschen tun
11. Herz aus Stein
12. Ich seh die Schiffe den Fluß herunterfahren
13. Blut
14. Das Mass der Dinge
15. Sternensaal
16. Aus dunklem Schlafe
Disc 2
01. Isaak
02. Gottes Tod
03. Beischlaf mit 60 kg Hackfleisch
04. Du bist nicht so schön
05. Ode an den Amok
06. Rosa Leidenschaft
07. End (-giftet)?
08. Schakal (live)
09. Der Mussolini (bassick version)
10. Machineries of Joy
11. Die Vögel
12. Leben den Lebenden
13. Rock Me Amadeus
14. Rotkäppchen
Die Sonne hielt sich feige
Hinterm Horizont versteckt
Da trat Vater in mein Zelt
Und hat mich aufgeweckt

Er sagte: Steh auf, Sohn!
Uns bleibt nicht mehr viel Zeit
Gott verlangt ein Opfer
Und der Weg zum Berg ist weit

Wir nahmen den Esel
Zwei Knechte mußten mit
Die trugen das Holz
Sie hielten kaum Schritt

Wir durchquerten die Wüste
Die Sonne brannte heiß
Vater blickte kalt
Sein Herz war aus Eis

Vater, wohin ziehen wir?
Vater, bitte sprich mit mir!
Vater, wohin ziehen wir?
Vater, wo ist das Opfertier?

Vater, wohin ziehen wir?
Vater, bitte sprich mit mir!
Vater, wohin ziehen wir?
Vater, wo ist das Opfertier?

Es war am dritten Tag
Wir konnten kaum mehr gehn
Da hob Vater kurz die Augen
Er schien etwas zu sehn

Er befahl den Knechten:
Nehmt den Esel, wartet hier
Am Fuße dieses Berges
Mein Sohn, du kommst mit mir

Er zeigte hoch zum Gipfel
Dort müssen wir hinauf!
Dann packte er das Holz
Und lud mir alles auf

Ich bat ihn zu warten
Doch er drehte sich nicht um
Seine Lippen bebten
Doch er blieb stumm

Vater, wohin ziehen wir?
Vater, bitte sprich mit mir!
Vater, wohin ziehen wir?
Vater, wo ist das Opfertier?

Vater, wohin ziehen wir?
Vater, bitte sprich mit mir!
Vater, wohin ziehen wir?
Vater, wo ist das Opfertier? (wo ist das Opfertier?)

Vater baute schweigend
Einen steinernen Altar
Ich kann mich nicht erinnern
Dass er je so grimmig war

Auf dem ganzen Berg
War nicht ein Tier zu sehn
Doch Vater machte Feuer
Da begann ich zu verstehn

Schon hielt er eine Fackel
Und ein Messer in der Hand
Ich schichtete das Holz
Auf das er mich dann band

Er lächelte entrückt
Er lächelte gequält
Er sagte: Gott hat dich
Zum Opfer erwählt

Vater, bring mich fort von hier!
Vater, was verlangt dein Gott von dir?
Vater, bring mich fort von hier!
Vater, ich bin kein Opfertier!
Vater, bitte sprich mit mir!
Der rettende Engel, er ist nicht hier!
Vater, bitte sprich mit mir!
Vater, was verlangt dein Gott von dir?
Ich bin kein Opfertier