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ASP - Nachtschwärmer 4 - Die kleine Ballade vom schwarzen Schmetterling
Nachtschwärmer 4
Disc 1
01. Niemand kennt den Tod
02. Mein Buch
03. Die kleine Ballade vom schwarzen Schmetterling
04. Du bist das Licht
05. Seelenschmerz
06. Was hält mich noch hier
07. Kein Ton
08. Der Leiermann (club version)
09. Goldenes Herz
10. Tears of Time (Dt. Version)
11. Ein Duell mit Gott
12. Jungfrauenquelle
13. Brüder
14. Komm zu mir
15. Nexus
Disc 2
01. Der Morgen danach (Metus version)
02. Gott Mensch
03. Gewissen
04. Wenn ich die Augen schliesse
05. Zeit zu Leben (extended version)
06. Komm (wenn du kannst)
07. Verbrannte Welt
08. Herzschlag
09. Kleiner Engel flügellos
10. Vater unser
11. Schwarzalbenheim (Svartalfheim)
12. Gewaltberechtigt ?
13. Keine Träume
14. Tod... find' ich gut!
15. Körperraum
Dort irgendwo ganz tief in mir,
Verbirgt sich dieses alte Tier.
Es ist das Tier, das Sehnsucht heißt,
Das sich durch meinen Körper beißt.
Es wütet, kratzt und beißt und kreischt
Und wühlt sich durch mein weiches Fleisch.
Das Vieh, es läßt mir keine Ruh'.
Ich lock' es an und greife zu.
"Jetzt hab' ich dich! Jetzt bist du mein!
Ich schlage dir den Schädel ein!"
"Nein tu mir nichts! Kann nichts dafür,
Ich bin doch nur ein wildes Tier."

Das Tier, es flüstert in mein Ohr:
"Ich schlag' dir einen Handel vor.
Ich stecke leider in dir fest,
Jedoch, wenn du mich leben läßt,
Kein Beißen und kein Wüten mehr.
Dafür fühlst du dich nie mehr leer,
Dafür bist du nie mehr allein,
Ich werde immer in dir sein."
Ich sinne nach und denk' bei mir:
"Vielleicht find' ich nie mehr ein Tier."
Ich schlage ein, erhör' sein Flehen.
So soll es sein, so soll's geschehen.

Es legt sich hin, macht sich ganz klein,
Rollt sich zu einer Kugel ein.
So schläft das Tier dann Jahr um Jahr
Und oft vergess' ich's ganz und gar.
Im siebten Jahr an einem Tag
Da ist es fort! Doch wo es lag,
Liegt ein Gespinst ganz weiß und fein.
Wo mag das Tier geblieben sein?
Doch höre ich nicht, wenn ich lausch',
Ein Pochen aus dem Wattebausch?
Ich denk nicht weiter drüber nach,
Nur ab und zu lieg' ich nachts wach.
Und es wird stärker jeden Tag.
Schon klingt es wie ein Paukenschlag.
Mein Kopf platzt gleich, er birst vor Schmerz
Schweig still, verfluchtes Donnerherz!

Doch wehe! der Kokon ist leer,
Das alte Vieh, es ist nicht mehr.
Stattdessen steht, ich weiß nicht, was.
Eine Gestalt, so leichenblaß,
Mit schwarzen Schwingen riesengroß.
Ich frage mich: "Was ist das bloß?
Was ist das für ein böses Ding?
Bei meiner Seel! Ein Schmetterling!"
Die Augen seh'n mich voller Wut
Und Durst, ich weiß, er will mein Blut.
Er öffnet seinen Mund zum Kuss,
Ich weiß, daß ich jetzt sterben muss.
Er lächelt sanft und beugt sich vor
Und flüstert leise in mein Ohr:
"Nicht meine Schuld! Kann nichts dafür,
Ich bin doch nur ein wildes Tier."

Hast Du mich vermisst?
Hast Du mich vermisst?